Pressestimmen zum Paintballsport Verbot
Hier eine Auswahl interessanter Presseberichte zum Thema Paintballverbot in Deutschland.
Weitere Presseberichte finden Sie unter Links.
Ähnlich sieht das der Vorsitzende des "Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden", Hardy Schober. Er spricht von "wahlpolitischer Kosmetik" und fordert unter anderem, Waffen in Tresoren in Schützenheimen einzuschließen.
Paintball: Pistole, Schutzbrille und Ersatzkartusche
Für das geplante "Paintball-Verbot" hat er überhaupt kein Verständnis. Denn damit werde ein Spiel verboten, "wo man sich mit Farbe beschießt. Aber die scharfen Waffen, die Menschen töten, die werden nicht verboten". Schober verlor beim Amoklauf von Winnenden seine 15-jährige Tochter Jana.
Quelle: BR Querschüsse und Fehlschüsse
D. Wiefelspütz, TAZ, 12.05.2009
"Wer Paintballspieler auf diese Weise kriminalisiert, vertritt Schwachsinnsthesen. Winnenden war nur der Anlass für ein Verbot." Den Verbotsbefürwortern ginge es vielmehr um das Bewahren eines humanistischen Menschenbildes. Wenn man dies vertritt, dann ist die Idee von einem Spiel, bei dem Leute aufeinander schießen damit einfach nicht vereinbar."
___________________________________________________
Sebastian Edathy (SPD), Vorsitzender des Innenausschusses, zu BILD.de
„Ich denke, wir sollten einen Schnellschuss verhindern. Ich sehe keinen direkten Zusammenhang zwischen Spielen wie Paintball und dem Amoklauf von Winnenden. Wir sollten ein neues Gutachten in Auftrag geben und danach entscheiden, was wir machen.“
Zitate Pressemitteilung
Olaf Klaukien, CDU-Kreisvorsitzender
Blinder Aktionismus werde keinen Amoklauf, wie den in Winnenden am 11. März 2009, verhindern.
Zitat Klaukien: "Die Regierung hat es nicht geschafft die wirklichen Gefahrenquellen zu beheben. Wir würden mit einem Verbot einer aufstrebenden Extremsportart schaden, die auf der ganzen Welt zunehmende Mitgliederzahlen aufweist. Zudem gebe es verschiedenste Verbände, die Meisterschaften und Ligen ausrichten, in denen in Deutschland über 2000 Spieler organisiert sind. "Klaukien weiter: "Über 100 Unternehmen leben vom Paintballsport, die mit einem Verbot gänzlich vom Markt verschwinden würden. Ich bin der Auffassung, dass Paintball weitestgehend ungefährlich ist und keine Auswirkungen auf Kriegsgelüste der Spieler hat." Klaukien hoffe nun, dass das Verbot nicht umgesetzt wird. Auch in der SPD scheinen die Mitglieder im Bezug auf ein Verbot uneinige zu sein
Quelle: 16.05.2009
___________________________________________
Sonja Bratoew, 60-jährige Leiterin des Hochschulsports, Hochschule Zittau/Görlitz
Die Hochschule Zittau/Görlitz ist einer Meinung mit den Görlitzern. Seit April wird Paintball als Hochschulsport angeboten. "Wir wollen unseren Studenten vielfältige Angebote machen", erklärt Sonja Bratoew, die 60-jährige Leiterin des Hochschulsports. "Und wenn wir schon einen Studenten von uns als Kursleiter haben können, wollten wir es mal mit Paintball probieren." Die Resonanz ist riesig, binnen weniger Tage haben sich etwa 40 Studenten eingetragen. 20 von ihnen spielen jetzt jeden Dienstag unter Anleitung von Johannes Kiefer Paintball – zur Hälfte Mädchen.
Quelle: 17.05.2009
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2158020
___________________________________________
Ralf Munstermann, Uelzener Polizei
Dem Leiter des Streifendienstes der Uelzener Polizei, Ralf Munstermann, erschließt es sich zwar nicht, was es für sich hat, mit Farbkugeln aufeinander zu schießen, "ein Problem mit Paintball-Spielern hatten wir aber noch nie". Auch ist es seiner Meinung nach falsch davon auszugehen, dass durch das Spielen irgendwelche Gewalttaten gefördert würden.
Quelle: 14.05.2009
http://www.az-online.de/uelzensolobig/00_20090514010008_quotWir_simulieren_nicht_das_Toetenquot.html
___________________________________________
DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt
Insgesamt bewertete er die geplanten Änderungen als angemessen und vernünftig. Eine Ausnahme machte Wendt: "Paintball künftig als Ordnungswidrigkeit zu ahnden nannte er lächerlich. Paintball habe keinen Zusammenhang mit Amokläufen."
Quelle: 14.05.2009
Berliner Zeitung
___________________________________________
Dr. Rainer Tabillion, SPD, MdB
"Auch wenn man bzgl. Paintball als Sportart unterschiedlicher Meinung sein kann, sollte man seitens der Politik nicht alles verbieten wollen, was man persönlich vielleicht nicht mag. Es gibt in der Tat auch noch andere Sportarten, die Hemmschwellen heruntersetzen könnten, ohne dass man diese verbieten würde. Ich halte daher ein Paintball-Verbot für nicht angemessen. Diese Auffassung hat sich inzwischen in den Koalitionsfraktionen durchgesetzt, so dass es zu einem Paintball-Verbot nicht kommen wird."
Quelle: 14.05.2009
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_rainer_tabillion-650-6032--f180517.html#q180517
___________________________________________
Hermann-Josef Scharf, CDU, MdB, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit
"…auch in meinen Augen macht ein grundsätzliches Paintball-Verbot keinen Sinn und deshalb setze ich mich in meiner Fraktion dafür ein, dass dieser Passung keinen Eingang in ein überarbeitetes Waffengesetz findet. Wie auch aktuell der Presse zu entnehmen ist, sehen dies viele meiner Kollegen so und deshalb bin ich optimistisch, dass es zu einem solchen gänzlichen Verbot nicht kommen wird. Die aktuell ins Spiel gebrachte Verschärfung der Altersgrenzen für die Ausübung des Paintball-(Freizeit-)Sports sollte aber in Betracht gezogen und entsprechend geprüft werden. Des Weiteren wäre es zu überlegen, ob das Spielen dahingehend beschränkt werden sollte bzw. könnte, dass nur im Rahmen von Vereinen und offiziellen Turnieren gespielt werden kann, ähnlich dem Schützensport."
Quelle: 14.05.2009
http://www.abgeordnetenwatch.de/hermann_josef_scharf-650-6585--f180515.html#q180515
___________________________________________
Psychologe Jens Hoffmann, forscht zu Gewalt an Schulen
Paintball spielen und Amok laufen haben rein gar nichts miteinander zu tun. Davon ist Psychologe Jens Hoffmann überzeugt. Der 40-jährige Wissenschaftler arbeitet am Institut für Psychologie und Sicherheit in Darmstadt. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist zielgerichtete Gewalt und Amok an Schulen
Frage: Haben Sie früher gerne Räuber und Gendarm gespielt und Schneeballschlachten gemacht?
Jens Hoffmann: Ich hab's wie andere Jungs auch gemacht, aber keine besondere Affinität dazu gehabt.
Was unterscheidet denn Paintball von diesen "harmlosen" Kinderspielen?
Hoffmann: Ich glaube nicht viel, warum?
Immerhin soll es eventuell verboten werden.
Hoffmann: Das Verbot ist natürlich völliger Unsinn. Das Paintball-Spiel hat mit dieser Amoksache nichts zu tun. Das ist einfach symbolische Politik, die simulieren soll, dass man etwas tut, die aber die Freiheitsrechte von Bürgern grundlegend beschneidet – ohne Veranlassung dafür.
Sie haben seit 2002 alle deutschen und amerikanischen Fälle von schweren Gewalttaten an Schulen ausgewertet und herausgefunden, dass es Warnsignale für einen Amoklauf gibt.
Hoffmann: Es gibt immer sehr deutlich erkennbare Warnsignale, die erstaunlich ähnlich sind: Selbstmordäußerungen, Depressivität, Verehrung anderer Amokläufer. Wir haben 32 Faktoren identifizieren können.
Ist jemand, der passioniert Paintball spielt, amoklaufgefährdet?
Hoffmann: Natürlich nicht. Paintball spielen und Amok laufen haben nichts miteinander zu tun.
Ein Verbot wäre also keine sinnvolle präventive Maßnahme?
Hoffmann: Das angedachte Verbot bewirkt nur das Gegenteil. Es bewirkt eine weiter gehende Entfremdung von Jugendlichen, die zu Recht sagen: Was da passiert ist Unsinn! Das ist ähnlich wie bei der Videospieldebatte. Wenn man solche Taten verhindern will, muss man die Jugendlichen, die Gleichaltrigen, miteinbinden. Denn die kriegen immer die Warnsignale mit. Das, was gerade passiert, ist also eher kontraproduktiv. Problematisch ist auch: Durch diese scheinbare Lösung wird eine falsche Sicherheit geschaffen. Das ist wirklich sehr problematisch.
Senkt das Paintball-Spielen die Hemmschwelle für Gewalttaten?
Hoffmann: Es gibt keinen Beleg dafür. Diese These ist weder durch wissenschaftliche Studien noch durch Erfahrungswerte gestützt.
Was wären denn sinnvollere Maßnahmen als ein Paintball-Verbot?
Hoffmann: Wenn man das Thema Waffen angehen möchte, wäre es am besten, Waffen in Privathaushalten zu verbieten. Denn die Mehrzahl der Täter haben den Waffenzugang legal. Auch die Idee der Überraschungskontrolle ist wahrscheinlich nicht schlecht. Aber das Wichtigste überhaupt ist: Dass man an Schulen Krisenteams ausbildet. Dass sich Schulen, Polizei und Beratungsstellen vor Ort vernetzen, um solchen Entwicklungen früh gegensteuern zu können. Diese Maßnahme hat in Amerika dazu geführt, dass die Zahl solcher Taten runtergefahren wurde. Sie kostet nicht viel, lässt sich aber auch nicht so leicht verkaufen.
Haben Sie schon mal Paintball gespielt?
Hoffmann: Nein.
Wollen Sie's mal ausprobieren?
Hoffmann: Ich habe nichts dagegen, aber ich sehe für mich persönlich keinen besonderen Reiz darin. Ich könnte mir schon vorstellen, das auch mal zu machen. Ist bestimmt lustig.
http://www.mainpost.de/nachrichten/dasthema/Paintball-bdquo-Ein-Verbot-ist-Unsinn-ldquo-;art1748,5121605
___________________________________________
Dr. Lale Akgün, SPD, MdB
"Ich denke, dass es kein vorschnelles Verbot von Paintball geben darf. Das geplante Paintball-Verbot wird nun ja auch zunächst nicht kommen - das hat mein Kollege, der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz, bestätigt. Vom Tisch ist ein Verbot aber noch lange nicht. Deshalb ist es sinnvoll, auch jetzt deutlich zu machen: Ein Verbot von Paintball ist unsinnig, weil es nicht zielführend ist. Möglicherweise wird das Spiel nun zunächst überprüft, um später schärfere Auflagen, etwa bei der Altersfreigabe, zu erlassen. Die Regierungskoalition reagiert mit der Verschärfung des Waffenrechts auf die zunehmende Zahl von Amokläufen und Gewalttaten in der jüngsten Vergangenheit. Beide Bundestagsfraktionen müssen dem Plan noch zustimmen, damit daraus ein Gesetz entstehen kann. Grundsätzlich halte ich ein verschärftes Waffenrecht für richtig, wenn es darum geht, Waffenbesitzer und die Lagerung ihrer Waffen stärker zu kontrollieren. Auch halte ich es für geboten, dass Schießen mit großkalibrigen Waffen erst Erwachsenen zu erlauben. Wie so häufig steckt im Detail jedoch ein "großes Aber": Denn die geplante Verschärfung würde auch "Spiele, bei denen die Tötung des Gegners simuliert wird", betreffen. Derzeit ist hier vor allem das sogenannte Paintball im Gespräch. Paintball ist eine temporeiche Mannschaftssportart, bei der sich die Mannschaftsmitglieder mit Farbkugeln ("Paintball") aus Luftdruckwaffen beschießen. Nach Angaben der Deutschen Paintball-Liga gibt es in Deutschland rund 20.000 aktive Spieler. Obwohl ich das Spiel selbst nicht spiele und persönlich wenig Sympathie für derartige Freizeitvergnügen hege, halte ich ein Verbot von Paintball für falsch. Die Luftdruckwaffen sind oftmals bunt bemalt, und das ganze Umfeld ist nicht darauf angelegt, Töten zu glorifizieren, indem Töten simuliert wird. Zudem haben Jugendliche keinen Zutritt zu Paintball-Anlagen, und der Erwerb dieser Spielwaffen ist ebenso nur Erwachsenen erlaubt: Außerdem wird Paintball vor allem in Gruppen gespielt - das Klischee des vereinsamten jungen Mannes, der im Internet stundenlang ballert, greift hier also nicht. Die Frage ist, ob wir durch übertriebene Verbote nicht den Blick auf die nötigen Weichenstellungen verlieren. Mich beschäftigt vielmehr, wie man Jugendliche, die am Tag neun Stunden vor dem PC sitzen und in irreale Computerwelten mit teils erheblicher Gewaltsimulation abtauchen, zum Umdenken und Umlenken bringt. Mit einem Verbot von Paintball und anderen Spielen trifft man jedoch vor allem Erwachsene, die eben nicht unbedingt zur Risikogruppe potentieller Gewalttäter gehören. Eng damit verbunden ist auch die Frage, ob damit nicht auch andere Spiele und Freizeitbeschäftigungen kriminalisiert werden. Derzeit diskutieren viele Mitglieder der rund 15.000 Schützenvereine in Deutschland heftig über Konsequenzen aus dem Amoklauf von Winnenden - der Täter hatte seine Tatwaffe aus dem Fundus seines Vaters, eines begeisterten Schützen. Meiner Überzeugung nach müssen wir darüber nachdenken, wie man die sachgemäße Lagerung von Waffen besser sicherstellt. Waffen gehören sicher weggeschlossen. Hier wird das verschärfte Waffenrecht seine Dienste tun. Das heißt aber nicht, dass man die Schützensportler, die ohnehin nicht auf Menschen schießen, kriminalisiert."
Quelle: 14.05.2009
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_lale_akguen-650-5523--f182604.html#q182604
___________________________________________
Christian Hartmann, FDP, Dresden
Ich sehe Paintball als eine Möglichkeit sportlicher Betätigung. Es wird der persönliche Ehrgeiz, aber auch der Mannschaftsgeist gefördert. Nach meiner Auffassung führen Paintballspiele nicht zu gesteigerter Aggression. Wenn dem so wäre müsste auch ein Verbot von Kampfsportarten diskutiert werden. Hier wird über das Ziel hinausgeschossen.
Quelle: 14.05.2009
Antwort auf Email
Abg. Rezzo Schlauch, Die Grünen
Hallo, Herr Schlauch, Ihr Kollege Zeitlmann spricht in seinem Statement eine Gesetzesinitiative des Landes Bayern an, nach der dem so genannte "Adrenalin-Spiele" wie Paintball verboten werden sollen .... Was meinen Sie als Mitglied einer im Grundsatz friedliebenden Partei ..... dazu? Antwort: ....Auch ich habe als Kind Räuber und Gendarm gespielt, oder wir haben mit Holzgewehren Geländespiele gespielt. Insgesamt erscheint mir ein Verbot als das allerletzte mögliche Mittel, mit dem man sehr vorsichtig umgehen sollte.
Quelle: 01.04.1998
Thema: "Innere Sicherheit"
___________________________________________
ZDF Drehscheibe Beitrag:
Karoline Roshdi, Kriminalpsychologin Uni. Darmstadt
"Nein die Verschärfung des Waffengesetztes ist kein Schritt in die richtige Richtung…."
Ab 2.18min.
Quelle: 08.05.2009
http://www.youtube.com/watch?v=8RI4SggiyOI
___________________________________________
ARD Nachtmagazin:
Prof. Roland Eckard, Gewaltforscher (Untersuchte Paintball) Uni Thrier
zweifelt an dem Sinn des Verbotes von Paintball
Ab 3.44min.
"….Bei den Amokläufern ist zu bedenken so wie ich die Forschungslage kenne waren das alles Einzelgänger, während wir es hier(Paintball) mit einer sehr starken Gruppenintegration zu tun hatten, diese kann dazu dienen solche archaischen Affekte zu kontrollieren…."
Quelle:
http://www.youtube.com/watch?v=lWvwTRMXN98
___________________________________________
Finanznachrichten.de
Ulla Jelpke Die Linke, Wahlkreis Dortmund
"Mit dem geplanten Verbot von Spielen wie Paintball, Gotcha oder Laserdrom betreibt die Regierungskoalition lächerliche Symbolpolitik", kritisiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, die Einigung von Union und SPD auf eine Verschärfung des Waffenrechts. "Bei Amokläufen und familiären Blutbädern kommen schließlich keine Farbkugeln sondern scharfe Waffen zum Einsatz", so Jelpke.
Quelle: 07.05.2009
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-05/13844413-ulla-jelpke-paintball-verbot-ist-symbolpolitik-007.htm
"Mit dem Verbot von Paintball-Spielen greife die Regierung in unzulässiger Weise in die Freizeitgestaltung der Bürger ein.
Quelle: 13.05.2009
http://appl.abendblatt.de/newsticker2/index.php?channel=pol&frame=0&time=1242201188&module=dpa&id=21218564
___________________________________________
Claudia Roth, Grünen-Bundesvorsitzende
"….bezeichnete die möglichen Verschärfungen im Waffenrecht hingegen als "mutloses Zugeständnis an die Waffenlobby". Anstatt großkalibrige Waffen generell zu verbieten, habe sich die Koalition gerade einmal auf das "heuchlerische Verbot von Paintball" einigen können: "Damit verschärft die Koalition das Waffenrecht an den Stellen, an denen es der Waffenlobby am wenigsten wehtut."
Quelle: 07.05.2009
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623354,00.html
___________________________________________
Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei
"Von Seiten der Polizei wurde Unverständnis gegenüber dem Verbotsplan geäußert. Natürlich kann man diese Art der Freizeitbeschäftigung kindisch oder dumm finden, aber ob kriminologisch ein Zusammenhang zu schweren Straftaten besteht, wage ich zu bezweifeln"
Quelle:
netzwelt.de
___________________________________________
Bochumer Kriminologe Thomas Feltes
"…..kritisierte, der Vorschlag sei ein Paradebeispiel für symbolische Politik und Aktionismus. Es werde erneut ein Nebenschauplatz eröffnet. Und das zeigt, dass das eigentliche Problem überhaupt nicht erkannt wurde"
Quelle:07.05.2009
http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1349259.html
___________________________________________
Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG)
hält das geplante Verbot des Spiels gar für "völlig überzogen". Die Politik, sagt er, stehe "kurz davor, die Cowboy-und-Indianer-Spiele zu Karneval zu verbieten."
Quelle:
derwesten.de
___________________________________________
Konrad Freiberg, Vorsitzender GdP
"Paintball ist kein zentrales Problem der inneren Sicherheit", sagt Konrad Freiberg mit leisem Spott. Freiberg ist Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und kann "keinen Zusammenhang" zwischen Paintballspiel und dem Massenmord von Winnenden erkennen, der Auslöser für die jetzt angestoßene Verschärfung des Waffenrechts war.
Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden:
"kritisiert die Ankündigungen der Politik als bloße "Kosmetika". "Wir wollen ein generelles Verbot für großkalibrige Waffen im Privatbesitz", so Gisela Mayer, eine Sprecherin des Aktionsbündnisses…"
Quelle: 08.05.2009
http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/2009/5/8/news-119243880/detail.html
___________________________________________
Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden:
Dagegen ist das geplante Verbot von "Paintball", bei dem die Mitspieler mit Farbpistolen aufeinander schießen, aus Sicht des Aktionsbündnisses "ein bisschen übertrieben".
Quelle: 09.05.2009
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Winnenden-Waffenrecht-Paintball;art1117,2793218
___________________________________________
Silke Stokar, Die Grünen
"…sie habe noch nie gehört, dass ein Paintballspieler gewalttätig geworden sei"
Quelle: 09.05.2009
Leipziger Volkszeitung, Überregionaler-Teil
___________________________________________
Rechtspolitischer Sprecher der Grünen, Jerzy Montag
…ist zwar selbst kein Fan des Spiels ("Man muss nicht mit Farbe auf Leute schießen"), aber auch er hält Gesetzesänderungen in dieser Form für wirkungslos. "Die Millionen von Waffen in Privathaushalten und in den Sportvereinen - die sind das Thema", sagt Montag SPIEGEL ONLINE.
Quelle: 07.05.2009
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623354,00.html
___________________________________________
Psychologe Werner Greve
Der Hildesheimer Psychologe Werner Greve sieht einen viel simpleren Grund: "Paintball erinnert manchmal ein wenig an 'Cowboy und Indianer'", findet er. "Wenn Erwachsene so etwas machen, geht es in manchen Fällen wohl nur um die Beibehaltung eines Spiels. Nur dass es im Alter von sechs Jahren noch genügt, mit einem Holzstock herumzulaufen, während es mit 22 schon etwas spektakulärer sein muss", fügt der Professor im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP hinzu.
Soziologie-Professor Roland Eckert
Einen tieferen Blick in die Paintball-Szene hat der Trierer Soziologie-Professor Roland Eckert im Rahmen einer Studie über gewaltaffine Gruppen Ende der 90er Jahre geworfen. Allerdings lassen die Erkenntnisse nach seinen Worten keine generellen Schlüsse zu. Unter den beobachteten Spielern eines Vereins seien keine Waffennarren gewesen - im Gegenteil: "Dort ging es hochgradig kontrolliert zu. Gefährliche Tendenzen waren nicht zu erkennen", erzählt der inzwischen emeritierte Professor in der Rückschau.
Quelle: 07.05.2009
http://www.pr-inside.com/de/erinnerungen-an-cowboy-und-indianer-hintergrund-r1237127.htm
___________________________________________
Zu Berichten über ein geplantes Verbot von Paintballspielen durch die große Koalition erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Berlin, David ISSMER
"Ein Verbot so genannter Paintball- oder Gotcha-Spiele kann keine Amokläufe verhindern.
Jugendliche, die sich mit Farbbeuteln beschießen, neigen gemeinhin genauso wenig zu Amokläufen wie die Spieler so genannter Ego-Shooter. Ein strafbewehrtes Verbot dieser Spiele wird daher nicht zu mehr Sicherheit in unserem Land führen schon heute gelten strikte Regeln für Paintball. Das Spiel darf nur auf privatem abgesperrtem Gelände und in besonderen Anlagen gespielt werden. In Berlin gibt es mehrere Betreiber, bei denen jährlich tausende Jugendliche und Familien bei diesem Wettkampf mitmachen. Es gibt sogar eine Paintball-Liga mit verbindlichen Regeln.
Es handelt es sich bei dem Verbotsvorhaben um den üblichen Verbotsreflex der Politik nach einem schrecklichen Vorfall. Hier soll den Menschendurch Aktionismus ein Gefühl von Sicherheit vorgespiegelt werden. "
Die Jungen Liberalen Berlin lehnen ein solches Verbot ab. Der Staat hat kein Recht, Spiele zu verbieten, an denen nur die Mitspieler selbst beteiligt sind und die sonst niemanden beeinträchtigen. "
Quelle: 11.05.2009
http://julisberlin.web.officelive.com/presse.aspx
___________________________________________
Gérard Bökenkamp, Chefredakteur der Onlinezeitung FreieWelt.net
[Forschungsschwerpunkt: Geschichte der Wirtschafts- und Innenpolitik der Bundesrepublik Deutschland.]
Es gibt nicht den geringsten Beweis oder Hinweis dafür, dass Paintball irgendetwas mit der wachsenden Jugendgewalt oder dem Amoklauf zu tun hat. Im Gegensatz zum Fußball, müssen keine Mannschaftswagen der Polizei anrücken, um bei den Paintballturnieren für Recht und Ordnung zu sorgen.
Das Paintballverbot hat nicht mit "Sittlichkeit" zu tun, sondern ist extrem unsittlich. Die Starken schlagen auf die Schwachen. Dass sich die Koalition nämlich Paintball zum Verbot ausgesucht hat, liegt nämlich daran, dass Paintball von so wenigen Leuten gespielt wird und wenig Widerstand zu erwarten ist. Die Politik schlägt auf die Schwachen, weil sie sich an die Starken nicht herantraut.
Die große Koalition ist also bereit in die Freiheitsrechte einzugreifen, selbst wenn es keinen Beweis für die Notwendigkeit eines solchen Eingriffes gibt, wenn es ihre politische PR es verlangt.
Quelle: 11.05.2009
http://www.freiewelt.net/blog-362/paintball-verbot:-h%F6hepunkt-der-absurdit%E4t.html
___________________________________________
Zum Beispiel die Metro Stars Düsseldorf
Ihre Treffsicherheit in Hinblick auf das Play-off-Viertelfinale gegen Krefeld (ab Freitag, 19.30 Uhr) probte die komplette Mannschaft der DEG beim Paintball-Schießen. "Das war das Beste, was wir als Team je zusammen gemacht haben", lobte Stürmer Ryan Ramsay die wilde Schießerei mit Farbkugeln.
Quelle:
Zitat aus der Rheinischen Post
___________________________________________
Innenexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Hartfrid Wolff
Die Bundesregierung hat ein Waffengesetz beschlossen und damit für mächtige Aufregung gesorgt. Dieses Mal trifft es unter anderem die Paintball-Spieler. Die dürfen sich jetzt nämlich ein neues Hobby suchen. Sie fallen einem "Ablenkungsmanöver" der Regierung zu Opfer, so der.
Quelle: 08.05.2009
Stellungnahme der FDP: Innenpolitik Wolff(FDP): Ablenkungsmanöver statt Waffengesetz
___________________________________________
Grünen-Politikerin Silke Stokar
"Man traut sich an die Schützen nicht heran".
"Waffenrechtspläne der Koalition sind "Schnellschuss"."
"Er sei ein Placebo. Stokar wirft der Koalition zudem vor, die Verfassung zu ignorieren - und fordert ein nationales Waffenregister. "
"Wir haben zirka 20 Millionen legale Waffen in Privathaushalten. Winnenden hat gezeigt, dass es ganz legal ist, 15 gefährliche Schusswaffen in der Privatwohnung zu haben und dazu 6000 Schuss Munition. Der Großen Koalition fällt jetzt ein, so etwas wie Paintball-Spiele zu verbieten. Wenn das Ganze nicht so ein trauriger Anlass wäre, dann müsste man fast darüber lachen. Ganz offensichtlich traut man sich nicht daran, zum Beispiel die Frage zu klären, müssen großkalibrige Waffen, zum Beispiel Schnelllader-Waffen, tatsächlich Sportwaffen sein. Es gibt keine Olympiadisziplin, bei denen diese Waffen als Sportwaffen gebraucht werden, und meine erste Forderung wäre zu sagen, großkalibrige Waffen sind keine Sportwaffen und sie haben in Privatwohnungen nichts verloren."
"Aber das, was die Große Koalition hier als Schnellschuss im Moment macht, ist um das Problem herumzueiern, nicht die tatsächlichen Probleme anzugehen, weil sie sich nicht anlegen wollen mit den Schützenvereinen, und dann kommen sie halt auf die Idee und verbieten Paintball-Spiele. "
"Die Vorschläge der Großen Koalition sind entweder Unsinn, oder Placebo, und ich kann die Große Koalition nur auffordern, sich an unserem Antrag zur Verschärfung des Waffenrechts zu orientieren. Dann haben wir wirklich mehr Sicherheit in Deutschland."
"Bei den Vorschlägen, die jetzt auf dem Tisch liegen, da soll so getan werden, als wollte die Große Koalition handeln, aber sie handelt nicht wirklich, sie spielt hier Ausweichspiele. Ich hoffe, dass sich die Bevölkerung davon nicht erneut blenden lässt, denn wir haben ein reales Problem. "
Quelle: 11.05.2009
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/963008/
___________________________________________
CDU-Kreisvorsitzenden Olaf Klaukien
Das von der großen Koalition angestrebte Paintballverbot ist in den Augen des CDU-Kreisvorsitzenden Olaf Klaukien blinder Aktionismus und werde keinen Amoklauf, wie den in Winnenden am 11. März 2009, verhindern. "Die Regierung hat es nicht geschafft die wirklichen Gefahrenquellen zu beheben. Für mich ist es verwunderlich, dass ein Sportschütze im eigenen Haus Waffen und Munition aufbewahren darf, aber andererseits vollkommen harmlose Paintball-Markierer verboten werden", stellte Klaukien fest. Die Lagerung der Waffen in privaten Räumen habe den Amokläufer von Winnenden erst die schreckliche Tat anrichten lassen können. Klaukien ist daher gegen das geplante Paintball-Verbot und fordert die Regierung auf, das Paintballspielen nicht zu verbieten.
Beim Paintball werde, so die Ansicht von Klaukien, der Teamgeist und das Strategieempfinden der Spieler gefördert und nicht etwa die Kriegslüsternheit und das Erlernen des Schießens. Klaukien: "Jeder Mensch ab 18 Jahren ist frei in seiner Wahl, Paintball zu spielen oder nicht. Mir ist kein Amokläufer bekannt, der jemals Paintball gespielt hat, weshalb das Vorhaben der Regierung für mich nicht nachvollziehbar ist". Es werde an einer falschen Stelle jetzt versucht, Amoktaten in der Zukunft im Voraus zu verhindern. "Es gehen Banker, Studenten, Anwälte und viele andere Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen Paintballspielen und nicht etwa nur eine bestimmte Zielgruppe, die potentiell als Straftäter gefährdet ist", meinte Klaukien.
"Wir würden mit einem Verbot einer aufstrebenden Extremsportart schaden, die auf der ganzen Welt zunehmende Mitgliederzahlen aufweist. Zudem gebe es verschiedenste Verbände, die Meisterschaften und Ligen ausrichten, in denen in Deutschland über 2000Spieler organisiert sind". Klaukien weiter: "Über 100 Unternehmen leben vom Paintballsport, die mit einem Verbot gänzlich vom Markt verschwinden würden. Ich bin der Auffassung, dass Paintball weitestgehend ungefährlich ist und keine Auswirkungen auf Kriegsgelüste der Spieler hat". Klaukien hoffe nun, dass das Verbot nicht umgesetzt wird.
Quelle: 12.05.2009
Pressemitteilung 2009/14
___________________________________________
Innenausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy (SPD)
"Ich denke, wir sollten einen Schnellschuss verhindern. Ich sehe keinen direkten Zusammenhang zwischen Spielen wie Paintball und dem Amoklauf von Winnenden", betonte er und mahnte: "Wir sollten ein neues Gutachten in Auftrag geben und danach entscheiden, was wir machen."
Quelle: 12.05.2009
http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/politik/2009/5/12/news-119615611/detail.html
___________________________________________
Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft
Aber warum dann die ganze Aufregung? Noch vor wenigen Tagen hieß es in der Politik unisono: Dieses brutale Spiel darf in Deutschland nicht erlaubt sein! Hat dafür eine einfache Erklärung: "Politiker denken, sie müssen nur ein Papier vollschreiben und dann wird alles anders", sagte er Bild.de.
Quelle: 12.05.2009
http://www.bild.de/BILD/politik/2009/05/12/paintball-verbot-steht-auf-der-kippe/bundesregierung-rudert-zur_C3_BCck.html
___________________________________________
Richard Boeck FDP-Info-Point, FDP-Bundesgeschäftsstelle
"Als Bürgerrechtspartei lehnt die FDP das so genannte Paintball-Verbot strikt ab. Wir beobachten den ausufernden Verbotswahn der schwarz-roten Bundesregierung mit Sorge. Uns Liberale hat der tragische Amoklauf von Winnenden und Wendlingen fassungslos gemacht und tief erschüttert. Unser Mitgefühl ist bei den Hinterbliebenen dieser schrecklichen Tat. Dennoch wissen wir, dass der Aktionismus der Bundesregierung falsch ist. Das geplante Paintball-Verbot schadet den Bürgerrechten und unserem Gemeinwesen. Wir Liberale vertrauen den Menschen. Wir sind überzeugt: nicht die Bürgerinnen und Bürger müssen ihre Freiheit gegenüber dem Staat rechtfertigen, sondern der Staat muss jede Freiheitseinschränkung rechtfertigen. Die schwarz-rote Bundesregierung möchte mit dem Paintball-Verbot auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger Handlungsfähigkeit vortäuschen. Sie betreibt eine sinnlose Symbolpolitik ohne sachliche Argumente."
Quelle: 12.05.2009
Antwort der FDP auf eine Protest-Email
___________________________________________
Michael Goldmann MdB, FDP
"Die Planung der großen Koalition aus CDU, CSU und SPD zum Verbot von Kampfspielen wie Paintball lehnt die FDP ab. Schon jetzt ist das Spiel in der Öffentlichkeit untersagt und die 'Markierer' können nur von Volljährigen erworben werden. Ein ursächlicher Zusammenhang derartiger Spiele mit dem Anlass des Verbots, nämlich Amokläufen wie jüngst etwa dem von Winnenden, ist nicht gegeben. Ein solches Verbot wäre wieder einmal ein Paradebeispiel für wirkungslose Symbolpolitik, wie sie bei CDU/CSU und SPD leider an der Tagesordnung ist. Statt die eigentlichen Ursachen von Gewaltkriminalität anzugehen, werden Nebenschauplätze eröffnet, die vom Versagen der Koalition bei der Bekämpfung der eigentlichen Probleme ablenken sollen. Statt solcher Ablenkungsmanöver muss Gewalt- und Kriminalprävention einen höheren Stellenwert bekommen. Es muss früher und sensibler wahrgenommen werden, wenn Kinder, Schüler oder Freunde sich absondern oder Probleme mit sich tragen. Das Entgegenwirken von Vereinzelungs- und Isolationstendenzen bei insbesondere jungen Menschen ist eine bedeutende gesellschaftliche Herausforderung, auch und gerade vor Ort. Wer ernsthaft glaubt, dass Spiele wie Paintball ursächlich für Gewalttätigkeit und Aggressivität sind, der müsste auch olympische Sportarten wie Fechten und Boxen, aber auch Völkerball verbieten. Die FDP steht für eine solche Scheinpolitik nicht zur Verfügung. Wir hoffen, dass die Bundestagswahl am 27. September dazu führt, dass die FDP in einer Regierungskoalition die fehlgeleitete Verbotspolitik der Regierung verhindern und ihre sachorientierte Position durchsetzen kann."
Quelle: 12.05.2009
http://www.michael-goldmann.de/Themen/9852c28i/index.html
___________________________________________
Fabian Löffler, Juso-Landesvorsitzender
Mainz - Spielekiller in die Schranken verweisen! - Die rheinland-pfälzischen Jusos sprechen sich vehement gegen das von der Regierung geplante Verbot der Sportart Paintball aus. "Die Spielekiller von der CDU führen ihre populistische Verbots- und Zensurpolitik fort und nehmen den Jugendlichen und insbesondere den jungen Erwachsenen damit nicht nur ihre Freizeitmöglichkeiten, sondern auch ihre Zustimmung für Politik. Das ist jugend- und demokratiegefährdend", warnt der Juso-Landesvorsitzende Fabian Löffler und fügt hinzu: "Wir fordern alle sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten sowie die rheinland-pfälzische Landesregierung auf, sich diesen Plänen entschieden entgegen zu stellen!" "Wenn die Union effektiv gegen das "Erlernen von Tötung" vorgehen will, dann sollte sie die Wehrpflicht abschaffen! ", merkt Fabian Löffler abschließend an.
Dirk Kratz, Leiter der Antifa/Inneres Kommission und stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Rheinland-Pfalz
"Die vom Unionsfraktionsvorsitzenden Wolfgang Bosbach unterstellte Gewaltaffinität von Paintballspielern ist wissenschaftlich widerlegt und populistisches, diskriminierendes Getue. Nach dem gleichen Prinzip werden Actionspiele als 'Killerspiele' verunglimpft und vom bayrischen CSU-Innenminister Joachim Herrmann mit der Verharmlosung des Nationalsozialismus gleichgesetzt. Ein solcher Politikstil ist skandalös und hetzerisch", kritisiert Dirk Kratz, Leiter der Antifa/Inneres Kommission und stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Rheinland-Pfalz.
Quelle: 07.05.2009
http://www.luaktiv.de:80/scripts/cms_rnnews/news.php?id=13674
___________________________________________
Wolfgang Gerhardt, FDP
"Die Planung der großen Koalition aus CDU, CSU und SPD zum Verbot von Kampfspielen wie Paintball lehnt die FDP ab. Schon jetzt ist das Spiel in der Öffentlichkeit untersagt und die ´Markierer´ können nur von Volljährigen erworben werden. Ein ursächlicher Zusammenhang derartiger Spiele mit dem Anlass des Verbots, nämlich Amokläufen wie jüngst etwa dem von Winnenden, ist bisher nicht nachgewiesen worden. Ein solches Verbot wäre wieder einmal ein Paradebeispiel für wirkungslose Symbolpolitik, wie sie bei CDU/CSU und SPD leider an der Tagesordnung ist. Statt die eigentlichen Ursachen von Gewaltkriminalität anzugehen, werden Nebenschauplätze eröffnet, die vom Versagen der Koalition bei der Bekämpfung der eigentlichen Probleme ablenken sollen. Statt solcher Ablenkungsmanöver muss Gewalt- und Kriminalprävention einen höheren Stellenwert bekommen. Es muss früher und sensibler wahrgenommen werden, wenn Kinder, Schüler oder Freunde sich absondern oder Probleme mit sich tragen. Das Entgegenwirken von Vereinzelungs- und Isolationstendenzen bei insbesondere jungen Menschen ist eine bedeutende gesellschaftliche Herausforderung, auch und gerade vor Ort. Wer ernsthaft glaubt, dass Spiele wie Paintball ursächlich für Gewalttätigkeit und Aggressivität sind, der müsste auch olympische Sportarten wie Fechten und Boxen, aber auch Völkerball verbieten. Die FDP steht für eine solche Scheinpolitik nicht zur Verfügung. Wir hoffen, dass die Bundestagswahl am 27. September dazu führt, dass die FDP in einer Regierungskoalition die fehlgeleitete Verbotspolitik der Regierung verhindern und ihre sachorientierte Position durchsetzen kann."
Quelle: 13.05.2009
www.Abgeordnetenwatch.de
___________________________________________
Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft
"Wir werden nicht auf die Suche nach Paintball-Spielern gehen, das können wir allein personell nicht leisten. Und wenn eine Streife jemanden entdeckt, haben wir immer noch einen Ermessensspielraum, können auch verwarnen..."
Quelle: 13.05.2009
http://www.bild.de/BILD/politik/2009/05/13/paintball-verbot/polizei-droht-mit-boykott.html
___________________________________________
ZDF Drehscheibe 8.5.09 Beitrag:
Karoline Roshdi [Kriminalpsychologin Uni. Darmstadt]:
„Nein die Verschärfung des Waffengesetztes ist kein Schritt in die richtige Richtung….“
Ab 2.18min.
http://www.youtube.com/watch?v=8RI4SggiyOI
_________________________________________________
ARD NACHTMAGAZIN:
Prof. Roland Eckard [Gewaltforscher (Untersuchte Paintball) Uni Thrier]:
zweifelt an dem Sinn des Verbotes von Paintball
Ab 3.44min.
„….Bei den Amokläufern ist zu bedenken so wie ich die Forschungslage kenne waren das alles Einzelgänger, während wir es hier(Paintball) mit einer sehr starken Gruppen integration zu tun hatten, diese kann dazu dienen solche Archaischen Affekte zu kontrollieren….“
http://www.youtube.com/watch?v=lWvwTRMXN98
_________________________________________________
Finanznachrichten.de 07.05.09:
Ulla Jelpke Die Linke [Wahlkreis Dortmund]:
"Mit dem geplanten Verbot von Spielen wie Paintball, Gotcha oder Laserdrom betreibt die Regierungskoalition lächerliche Symbolpolitik", kritisiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, die Einigung von Union und SPD auf eine Verschärfung des Waffenrechts. "Bei Amokläufen und familiären Blutbädern kommen schließlich keine Farbkugeln sondern scharfe Waffen zum Einsatz", so Jelpke.“
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-05/13844413-ulla-jelpke-paintball-verbot-ist-symbolpolitik-007.htm
_________________________________________________
Sueddeutsche Online 07.05.09
Johannes Boie:
„Eine Sportart zu verbieten und dies mit einem Amoklauf zu rechtfertigen, spricht für sich. Der Vorstoß zeigt, wie hilflos Politiker der Tragödie von Winnenden gegenüberstehen.“
„Man sollte nicht vergessen, dass auch für Menschen, die - durchaus geschmacklos - im Wald gerne Krieg spielen, in diesem Land die Unschuldsvermutung zu gelten hat. Genau wie für die Träger von langen schwarzen Mänteln, für Computerspieler und für Freunde der Musik von Marilyn Manson.“
http://www.sueddeutsche.de/politik/169/467740/text/
_________________________________________________
Spiegel.de 07.05.09
Claudia Roth[Grünen-Bundesvorsitzende ]:
„….bezeichnete die möglichen Verschärfungen im Waffenrecht hingegen als "mutloses Zugeständnis an die Waffenlobby". Anstatt großkalibrige Waffen generell zu verbieten, habe sich die Koalition gerade einmal auf das "heuchlerische Verbot von Paintball" einigen können: "Damit verschärft die Koalition das Waffenrecht an den Stellen, an denen es der Waffenlobby am wenigsten wehtut.“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623354,00.html
_________________________________________________
netzwelt.de
Konrad Freiberg [ Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei]:
„Von Seiten der Polizei wurde Unverständnis gegenüber dem Verbotsplan geäußert. «Natürlich kann man diese Art der Freizeitbeschäftigung kindisch oder dumm finden, aber ob kriminologisch ein Zusammenhang zu schweren Straftaten besteht, wage ich zu bezweifeln»“
_________________________________________________
Bochumer Kriminologe Thomas Feltes:
„…..kritisierte, der Vorschlag sei «ein Paradebeispiel für symbolische Politik und Aktionismus.» Es werde erneut ein Nebenschauplatz eröffnet. «Und das zeigt, dass das eigentliche Problem überhaupt nicht erkannt wurde»“
http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1349259.html
_________________________________________________
derwesten.de
Rainer Wendt [Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG)]:
hält das geplante Verbot des Spiels gar für „völlig überzogen”. Die Politik, sagt er, stehe „kurz davor, die Cowboy-und-Indianer-Spiele zu Karneval zu verbieten”.
Christian Pfeiffer[Kriminologe]:
„wirft der Politik mangelnde Konsequenz vor. Der Verzicht auf das Verbot großkalibriger Waffen zeige, dass sich die Schusswaffenlobby durchgesetzt habe. „Bei der Jugend traut sich die Politik Muskeln zu zeigen, in den Kernbereich des Waffenproblems stößt sie nicht vor.”
Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden:
„kritisiert die Ankündigungen der Politik als bloße „Kosmetika”. „Wir wollen ein generelles Verbot für großkalibrige Waffen im Privatbesitz”, so Gisela Mayer, eine Sprecherin des Aktionsbündnisses…“
http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/2009/5/8/news-119243880/detail.html
_________________________________________________
Leipziger Volkszeitung 09.05.2009 Überregionaler-Teil
Silke Stokar[Die Grünen]:
„…sie habe noch nie gehört das ein Paintballspieler Gewalttätig geworden sei“
_________________________________________________
Dieter Wiefelsspütz [SPD Fraktion Innenexperte]:
„…niemand behauptet das Paintball etwas mit Winnenden zu tun hat.“
_________________________________________________
Dr. Dieter Wiefelsspütz SPD
Quelle:
http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_dieter_wiefelspuetz-650-5785-1.html#fragen
…..Paintball hat mit Waffenrecht nichts zu tun, weil beim Paintball keine Waffen benutzt werden. Paintball hat etwas mit Ordnungsrecht und Gewerberecht zu tun….
…… ich bin der festen Überzeugung, daß Boxer und Fechter niemals das Töten von Menschen simulieren……..
…… Ein Sportschütze, ein Fechtsportler etc. simuliert und trainiert niemals das Töten von Menschen. Wenn es gleichwohl geschieht, wird in elementarer Weise gegen gesetzliche Verbote verstoßen. Der betreffende "Sportler" wird mit Sanktionen rechnen müssen……..
_________________________________________________
Quelle:
http://www.blogspan.net/presse/report-mainz-harte-kritik-an-winnenden-berichterstattungreport-mainz-heute-1632009-2145-uhr-im-ersten/mitteilung/47870/
Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie an der Universität
Gießen, erklärte in “Report Mainz”: “Man darf die Täter mit Waffen in
irgendeiner Form von Verkleidung überhaupt nicht zeigen. Das ist
etwas, was eine Vorbildwirkung hat für andere Tatgeneigte und was
völlig abzulehnen ist.” Solche Darstellungen seien, so Britta
Bannenberg, bei Nachahmungstätern beschlagnahmt worden: “Bei fast
allen Amokläufern hat man dieses Material gefunden und sie nehmen
darauf auch bewusst Bezug in heroisierender Weise, teilweise durch
Kopie der Kleidung, die ebenfalls so getragen wird, schwarze Mäntel
und teilweise aber auch durch Bezugnahme bis hin zu bestimmten
Fanclubs im Internet, wo man die Geburtstage der Täter feiert.”
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623354,00.html
Der rechtspolitische Sprecher der Grünen, Jerzy Montag, ist zwar selbst kein Fan des Spiels ("Man muss nicht mit Farbe auf Leute schießen"), aber auch er hält Gesetzesänderungen in dieser Form für wirkungslos. "Die Millionen von Waffen in Privathaushalten und in den Sportvereinen - die sind das Thema", sagt Montag SPIEGEL ONLINE.
Caren Marks (SPD)
Quelle:
http://www.kandidatenwatch.de/index.php?cmd=223&q=paintball
……Verboten werden sollen Spiele wie Paintball, bei denen auf Menschen gezielt wird. Man wird sehen, inwieweit diese Verschärfungen dazu beitragen, Amokläufe zu verhindern. Ich bin da eher skeptisch. Die hohe Anzahl illegaler Waffen wird dadurch sicher nicht vermindert. Zudem gibt es, wie kürzlich die Amokfahrt in den Niederlanden gezeigt hat, nicht nur Amokläufe mit Schusswaffen, sondern eben auch mit Autos (oder Messern)…….
Kurt Segner (CDU)
…. Ihren Vergleich von sogenannten Killerspielen mit Sportarten wie Fechten, Boxen oder auch Paintball kann ich nicht nachvollziehen. Zwar ist das Ziel hierbei seine Gegner mit der Waffe oder mit den Fäusten zu treffen, jedoch ganz sicher nicht, seinen Gegenüber zu töten.
_________________________________________________
ZDF Drehscheibe 8.5.09 Beitrag:
Karoline Roshdi [Kriminalpsychologin Uni. Darmstadt]:
„Nein die Verschärfung des Waffengesetztes ist kein Schritt in die richtige Richtung….“
Ab 2.18min.
http://www.youtube.com/watch?v=8RI4SggiyOI
_________________________________________________
ARD NACHTMAGAZIN:
Prof. Roland Eckard [Gewaltforscher (Untersuchte Paintball) Uni Thrier]:
zweifelt an dem Sinn des Verbot zu Paintball
„….Bei den Amokläufern ist zu bedenken so wie ich die Forschungslage kenne waren das alles Einzelgänger, während wir es hier(Paintball) mit einer sehr starken Gruppen integration zu tun hatten, diese kann dazu dienen solche Archaischen Affekte zu kontrollieren….“
http://www.youtube.com/watch?v=lWvwTRMXN98
_________________________________________________
Finanznachrichten.de 07.05.09:
Ulla Jelpke Die Linke [Wahlkreis Dortmund]:
"Mit dem geplanten Verbot von Spielen wie Paintball, Gotcha oder Laserdrom betreibt die Regierungskoalition lächerliche Symbolpolitik", kritisiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, die Einigung von Union und SPD auf eine Verschärfung des Waffenrechts. "Bei Amokläufen und familiären Blutbädern kommen schließlich keine Farbkugeln sondern scharfe Waffen zum Einsatz", so Jelpke.“
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-05/13844413-ulla-jelpke-paintball-verbot-ist-symbolpolitik-007.htm
_________________________________________________
sueddeutsche Online 07.05.09
Johannes Boie:
„Eine Sportart zu verbieten und dies mit einem Amoklauf zu rechtfertigen, spricht für sich. Der Vorstoß zeigt, wie hilflos Politiker der Tragödie von Winnenden gegenüberstehen.“
„Man sollte nicht vergessen, dass auch für Menschen, die - durchaus geschmacklos - im Wald gerne Krieg spielen, in diesem Land die Unschuldsvermutung zu gelten hat. Genau wie für die Träger von langen schwarzen Mänteln, für Computerspieler und für Freunde der Musik von Marilyn Manson.“
http://www.sueddeutsche.de/politik/169/467740/text/
_________________________________________________
spiegel.de 07.05.09
Claudia Roth[Grünen-Bundesvorsitzende ]:
„….bezeichnete die möglichen Verschärfungen im Waffenrecht hingegen als "mutloses Zugeständnis an die Waffenlobby". Anstatt großkalibrige Waffen generell zu verbieten, habe sich die Koalition gerade einmal auf das "heuchlerische Verbot von Paintball" einigen können: "Damit verschärft die Koalition das Waffenrecht an den Stellen, an denen es der Waffenlobby am wenigsten wehtut.“
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,623354,00.html
_________________________________________________
netzwelt.de
Konrad Freiberg [ Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei]:
„Von Seiten der Polizei wurde Unverständnis gegenüber dem Verbotsplan geäußert. «Natürlich kann man diese Art der Freizeitbeschäftigung kindisch oder dumm finden, aber ob kriminologisch ein Zusammenhang zu schweren Straftaten besteht, wage ich zu bezweifeln»“
_________________________________________________
Bochumer Kriminologe Thomas Feltes:
„…..kritisierte, der Vorschlag sei «ein Paradebeispiel für symbolische Politik und Aktionismus.» Es werde erneut ein Nebenschauplatz eröffnet. «Und das zeigt, dass das eigentliche Problem überhaupt nicht erkannt wurde»“
http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1349259.html
_________________________________________________
derwesten.de
Rainer Wendt [Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG)]:
hält das geplante Verbot des Spiels gar für „völlig überzogen”. Die Politik, sagt er, stehe „kurz davor, die Cowboy-und-Indianer-Spiele zu Karneval zu verbieten”.
Christian Pfeiffer[Kriminologe]:
„wirft der Politik mangelnde Konsequenz vor. Der Verzicht auf das Verbot großkalibriger Waffen zeige, dass sich die Schusswaffenlobby durchgesetzt habe. „Bei der Jugend traut sich die Politik Muskeln zu zeigen, in den Kernbereich des Waffenproblems stößt sie nicht vor.”
_________________________________________________
Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden:
„kritisiert die Ankündigungen der Politik als bloße „Kosmetika”. „Wir wollen ein generelles Verbot für großkalibrige Waffen im Privatbesitz”, so Gisela Mayer, eine Sprecherin des Aktionsbündnisses…“
http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/2009/5/8/news-119243880/detail.html
_________________________________________________
Leipziger Volkszeitung 09.05.2009 Überregionaler-Teil
Silke Stokar[Die Grünen]:
„…sie habe noch nie gehört das das ein Paintballspieler Gewalttätig geworden sei“
Dieter Wiefelsspütz[SPD Fraktion Innenexperte]:
„…niemand behauptet das Paintball etwas mit Winnenden zu tun hat.“
_________________________________________________
„Paintball ist kein zentrales Problem der inneren Sicherheit”, sagt Konrad Freiberg mit leisem Spott. Freiberg ist Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und kann „keinen Zusammenhang” zwischen Paintballspiel und dem Massenmord von Winnenden erkennen, der Auslöser für die jetzt angestoßene Verschärfung des Waffenrechts war.
Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hält das geplante Verbot des Spiels gar für „völlig überzogen”. Die Politik, sagt er, stehe „kurz davor, die Cowboy-und-Indianer-Spiele zu Karneval zu verbieten”.
_________________________________________________
Zu Berichten über ein geplantes Verbot von Paintballspielen durch die große Koalition erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Berlin, David ISSMER:
Ein Verbot sogenannter Paintball- oder Gotcha-Spiele kann keine Amokläufe verhindern.
Jugendliche, die sich mit Farbbeuteln beschießen, neigen gemeinhin genauso wenig zu Amokläufen wie die Spieler sogenannter Ego-Shooter. Ein strafbewehrtes Verbot dieser Spiele wird daher nicht zu mehr Sicherheit in unserem Land führen.Schon heute gelten strikte Regeln für Paintball. Das Spiel darf nur auf privatem abgesperrtem Gelände und in besonderen Anlagen gespielt werden. In Berlin gibt es mehrere Betreiber, bei denen jährlich tausende Jugendliche und Familien bei diesem Wettkampf mitmachen. Es gibt sogar eine Paintball-Liga mit verbindlichen Regeln.
Es handelt es sich bei dem Verbotsvorhaben um den üblichen Verbotsreflex der Politik nach einem schrecklichen Vorfall. Hier soll den Menschen durch Aktionismus ein Gefühl von Sicherheit vorgespiegelt werden.
Die Jungen Liberalen Berlin lehnen ein solches Verbot ab. Der Staat hat kein Recht, Spiele zu verbieten, an denen nur die Mitspieler selbst beteiligt sind und die sonst niemanden beeinträchtigen.
Aktuelles Feedback aus den Medien und der Presse
Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei
"… ob kriminologisch ein Zusammenhang zu schweren Straftaten besteht, wage ich zu bezweifeln", sagt er SPIEGEL ONLINE 07.05.09
Anmerkung:
Von Seiten der Polizei wurde Unverständnis gegenüber dem Verbotsplan geäußert. «Natürlich kann man diese Art der Freizeitbeschäftigung kindisch oder dumm finden, aber ob kriminologisch ein Zusammenhang zu schweren Straftaten besteht, wage ich zu bezweifeln», sagte Konrad Freiberg, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, gegenüber «Spiegel Online».
Zudem bezweifeln Polizisten, ob ein Paintball-Verbot überhaupt durchsetzbar ist. «Es muss jedem klar sein, dass in Deutschland kein Polizist Zeit dafür hat, in Wäldern und auf Feldern Paintballspieler zu verfolgen», zitierte «Spiegel Online» den Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt.
Seiner Meinung nach mache aber ein Verbot habe nur Sinn, wenn man es kontrollieren könne.
Ulla Jelpke, Innenpolitische Sprecherin der Fraktion der Linken
"lächerliche Symbolpolitik... Bei Amokläufen und familiären Blutbädern kommen schließlich keine Farbkugeln sondern scharfe Waffen zum Einsatz"
Chef der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale, Johannes Vogel bezeichnet das Paintballverbot als, "«puren Aktionismus». Es fehle nur noch, «dass die Regierung auch Schießbuden und Schützenvereine verbieten will" "Rheinische Post Düsseldorf"
Psychologe relativiert
Auch aus der Wissenschaftswelt wurden Zweifel an der Wirksamkeit des Verbotes geäußert. Der Bochumer Kriminologe Thomas Feltes kritisierte, der Vorschlag sei «ein Paradebeispiel für symbolische Politik und Aktionismus.» Es werde erneut ein Nebenschauplatz eröffnet. «Und das zeigt, dass das eigentliche Problem überhaupt nicht erkannt wurde», kritisiert er.
Thomas M., Account Manager, Hamburg
Fakt ist, dass PB durchaus und offensichtlich ein professioneller ernsthafter Sport ist mit einer für professionellen Sport üblichen Amateur und Fun Szene. PB organisiert sich in Ligen die sich wiederum in die weltweit vorhandenen Ligen eingliedern. Alles ist bis aufs kleinste Detail geplant und organisiert und jedes Feld hat unwahrscheinlich hohe Hürden zu nehmen um überhaupt ersteinmal öffnen zu dürfen.
Dr. André S., Zahnarzt, Itzehoe
Ich weiß nur eins: Ich lasse mir meinen Sport nicht verbieten!
Matthias K., Spezialberater Investments, Deutsche Bank Berlin
Gewaltverherlichend? Eindeutig Nein!
Christoph K., Dipl.-Ing. (FH)
als praktizierender Paintballspieler kann ich das jetzt geplante Verbot nicht nachvollziehen. (...) Ich erwarte von der Politik klar durchdachte Problemlösungsansätze und den Mut, (...) die wahren Ursachen anzugehen.